Zeitqualitäten


Nacht der Mütter - Modraniht

Am  21.12. ist es schon soweit, es ist der Tag der Wintersonnwende, der kürzeste Tag und die längste Nacht.

Wir feiern die heilige Dunkelheit („Modraniht“, die Mütternacht), die Dunkelheit, die missbräuchlich oft dämonisiert wurde, als unheimlich und „böse“ postuliert wurde. Doch stellt die heilige Dunkelheit einen Aspekt des Urweiblichen dar, der empfangenden, gebärenden, schöpferischen, kreativen und Leben hervorbringenden Kraft: 

In der allertiefsten Dunkelheit entsteht neu das Licht! 

Für drei Tage nun steht das Jahresrad still, bis ab dem 24. Dezember das Licht zunächst sehr subtil, aber dann immer stärker an Kraft zunimmt, und geradewegs auf Lichtmess/Brigid zusteuert…

Mit unserem christlichen Weihnachten feiern wir die Geburt des Lichtes, des Jesuskindlein, das in unsere Herzen Licht und Segen bringt,… wie schön, es geht weiter, es geht „aufwärts“!

 

Mit diesem Schreiben möchte ich uns erinnern, dass es in den „geweihten Nächten“ nicht „nur“ um die Geburt des Lichts, des Christuskindes, des Männlichen geht, sondern eben auch um das Huldigen und Ehren des Urweiblichen! Das hat nichts mit falsch verstandener Emanzipation zu tun, sondern vielmehr mit dem Anerkennen und Respektieren des Dualen. Hier auf der Erde geht nichts ohne dem Bewusstsein des „Gegenteils“: kein Hell ohne das Dunkel, kein Tag ohne die Nacht, kein Oben ohne das Unten, kein Yin ohne das Yang, kein Weiblich ohne das Männliche, …
Dies soll weder ein Postulat für das Matriarchat, noch das Patriarchat sein, vielmehr ein Bewusst machen, dass nun endlich die Zeit ist, dass Yin und Yang sich auf Augenhöhe begegnen, sich die Hände reichen und gemeinsam und zusammen den neuen goldenen Weg beschreiten...

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne „Modranight“ und zugleich Freude und Dankbarkeit über das neu entstandene Licht. Am 21.12.20 stellt sich übrigens um ca. 19:30Uhr eine ganz besondere Sternenkonstellation ein, Jupiter und Saturn „küssen“ sich morgen abend, d.h. sie kommen sich so nah, wie schon seit „ewiger“ Zeit nicht mehr, und erscheinen quasi als ein Stern am Himmel. Manche sprechen von der „Stern von Bethlehem“-Konstellation,… 

Wintersonnenwende
Samhain

Samhain


 - es führt nun ins Dunkle, ins Ungewisse,...ja, das gehört genau so zum Leben dazu, ... es heißt nun, sich Hingeben dem Fluß, ...die Schattenseiten annehmen,...zuLASSEN, losLASSEN, SEIN lassen....Hingabe, bis...ja, siehst du ganz hinten am Ende der Dunkelheit,... den kleinen Funken Hoffnung, Licht,... ja,...dort am Beginn der Rauhnachtszeit, dort entsteht das neue Licht, der Funke des neuen Lebens, der immer mehr Feuer fängt, strahlender wird...und Wirklichkeit wird💫 💕🦋

Samhain
Samhain

Samhain – das keltische Sylvester 

durch die Christianisierung wurde daraus „All Hallow’s Eve“ (= Allerheiligen), 
Namenspatron für das heutige Halloween.

Samhain oder auch Halloween wird heute meistens in der Nacht zum 1. November gefeiert, doch ist es ursprünglich (wie Imbolc, Beltaine und Lughnasadh) ein Mondfest. 
Das bedeutet, dass die Menschen (Kelten und das ursprüngliche alte irische Volk) das Fest 
um den 11. Neumond im Jahr feierten. (Dieser fällt heuer auf den 15.11.20.) 
Bereits vor über 5000 Jahren zelebrierte das  alte Volk dieses Fest. 
Die Kelten kannten nur zwei Jahreszeiten, die helle oder Sommerjahreshälfte und die dunkle Jahreshälfte, die Winterzeit. Samhain war der Beginn des neuen Jahres. Es war der Beginn der dunklen Winterzeit.

Diese Nacht stellt einen Übergang dar, den Wechsel vom Alten ins Neue, und so beinhaltet diese Nacht als „Atempause“ eine ähnliche Qualität, wie die Rauhnächte, es ist eben auch eine „Zeit dazwischen“. In diesem Aspekt sehe ich für mich ganz deutliche Parallelen zu dem yogischen Energieaspekt des „Samana Vayu“: 

Samana Vayu beschreibt in den Ursprüngen des Yoga (philosophische Richtung des Vedanta) den Energieaspekt (Prana) des Gleichgewichts zwischen der Energie des Einatmens (Prana Vayu) und Ausatmens (Apana Vayu). Zwischen beiden entsteht eine natürliche Atempause, ein Zwischenraum der Stille und zugleich Energie, dort haben wir die Möglichkeit in ein subtileres Bewusstsein einzutreten.

In dieser besonderen Nacht von Samhain begeben wir uns in die Stille, wir schöpfen neue Energien und besinnen uns unserer Wurzeln. Wir kommen in Kontakt mit unseren Ahnen und rufen sie an, um sie zu ehren und ihnen zu danken, und um ihren Wohlwollen und Schutz zu bitten.

Die Nacht zum 1. November fällt dieses Jahr auf einen Vollmond, was der Qualität des „All Hallow`s Eve“ eine besondere Kraft und Magie verleiht!

 Ich möchte dich inspirieren dir für diesen besonderen Abend/Nacht etwas Zeit zu nehmen, Zeit der Stille, des Innehaltens: 

Welches „Alte“ darf gehen, und welches „Neue“ darfst du willkommen heißen?
Wir könnten diesen Gedanken auch ausweiten aufs Kollektiv, und damit die alten, schweren Energien der letzen Monate, die Angst, die Missgunst und das Gegeneinander, verabschieden, 
und neue Leichtigkeit, Zuversicht und liebevolles Miteinander, willkommen heissen!


Unterstützen kannst du dieses Ritual beispielsweise durch eine Räucherung mit Holunder, Beifuß, Engelwurz, Weihrauch und Fichtenharz.

(Quellen: www.jahreskreis.info/files/samhain.html, www.taste-of-power.de/samhain, Yoga Easy/Veronika Freitag)

 

Das Jahreskreisfest Lughnasadh (im August bzw.abnehmender Augustmond)

Seit der Sommersonnwende (Litha, dem Sonnenfest), an dem der längste Tag und die kürzeste Nacht gefeiert wird, werden die Tage immer kürzer, man spürt es mittlerweile deutlich.
Das Leuchten des saftigen Grüns und strahlenden Gelbs geht allmählich über in ein warmes Rot-Braun.


Dennoch verspüren wird den Hochsommer eigentlich erst jetzt in dieser Zeit, mit seiner Hitze, seinen Lichterscheinungen wie Gewitter und Sternschnuppen und der Fülle der Natur.
Herrschte zu Midsommer die Kraft der strahlenden Blüten, beispielsweise Johanniskraut, Baldrian, roter Fingerhut, Holunder, echtes Labkraut und Wiesenlabkraut, so ist nun die Zeit der Früchte, Beeren und Gemüse und des reifen Getreides!
Aber auch zahlreiche mächtige Heil- und Räucherpflanzen wie wilder Majoran, Königs- oder Wetterkerze, Wasserdost, kanadische und echte Goldrute, Beifuß und die Minzarten wie Roß- und Wasserminze stehen zur Zeit in ihrer höchsten Kraft. Man spricht von der magischen Zeit, die Kräuter besitzen ihre dreifache Kraft!

Das Jahreskreisfest Lughnasadh ist das erste Erntefest im Jahr.
Für unsere Vorfahren war dieses Fest besonders wichtig. War doch eine erfolgreiche Korn- und Gemüseernte so wichtig für das Überleben im Winter.
Der Termin dieses Mondfestes ist nicht fixiert. Manche feiern es immer am 1./2. August, oder setzten es mit Maria Himmelfahrt (15.August) gleich.
Da das Thema dieses Festes (Kräuterweihe, Ernte, Dankbarkeit, Vorsorgen, Annehmen und Loslassen) Übereinstimmung findet mit der Zeitqualität des abnehmenden Augustmondes, kann es gern irgendwann während der abnehmenden Mondphase gefeiert werden.
Folglich befinden wir uns momentan bis zum kommenden Neumond (19.August 20) genau in dieser Phase und auch Maria Himmelfahrt (entspricht wahrscheinlich dem christianisierten Lughnasadh) fällt dieses Jahr genau dort hinein.

So möchte ich dich inspirieren, trotz aller herrschenden Thematiken die dich persönlich oder übers Kollektiv gerade vereinnahmen, einen Moment inne zu halten und zu lauschen, ob du dein persönliches Lughnasadh zelebrieren möchtest.

Du kannst dich beispielsweise in diesen Tagen fragen:
- Wofür bin ich besonders dankbar?
- Welche Saat, die ich im Frühjahr gesät habe,
   ist aufgegangen, welche nicht?
-  Was möchte ich loslassen?

Du kannst für dich auch ein kleines Ritual gestalten, in dem du
-  Heilkräuter sammelst und für Heiltees
   oder Räuchermischungen (z.B. für die Rauhnachtszeit)       trocknest
- Tinkturen ansetzt
-   geerntete Früchte und Obst in Dankbarkeit einkochst, einlagerst, als Vorrat für die Winterzeit
-  einen Kräuterbuschen bindest und segnest
- eine reinigende Räucherung durchführst,
   bei der du dich selbst abräucherst, um alle negativen Energien von dir zu lösen
- ebenso kannst du eine reinigende und schützende  Räum-, Haus- oder
  Stallräucherung  durchführen
 (Quelle bzw. Inspiration: Adelheid Brunner)

Interessiert dich das Thema Räuchern mit heimischen Kräutern und Wurzeln“ mehr,
dann möchte ich dich zu meinem Online-Seminar am 13.September einladen.
Da gehe ich genauer auf die grob- und feinstoffliche Wirkung unsere heimischen Räucherpflanzen ein.  V.a. die Pflanzen, deren Wurzeln wir im Herbst ernten können, sollen dann Hauptthema sein. 


Lughnasadh
Urgöttin Freya

Sommersonnwende - LITHA – 

Samstag 20.Juni 2020 

um ca. 23:57 Uhr

 

Längster Tag und kürzeste Nacht, ein bedeutender WENDEPUNKT,

 oder die Geschichte, wie die junge Göttin lernte erwachsen zu werden:

 
Im frühsten Frühjahr mit dem Fest der Brigidh, IMBOLC oder
seit der Christianisierung, dem Fest Mariä Lichtmess,
erwacht, durch das langsam stärker werdende Licht der Sonne,
die junge Göttin (Vegetation) zu neuem Leben, ebenso wie der Keimling im Schoß der Mutter Erde erwacht (IMBOLC).
Für unsere Ahnen war die neu aufkeimende Vegetation wie die kindliche Göttin, die nun geboren war.
Sie wächst zum Kleinkind heran, tanzend und singend und unschuldig und voller Lebenslust.
Das Frühlingserwachen!
Dieses kindliche, lebensfrohe „Herumtollen“ wird immer stärker und leutet schließlich zur Frühlinstagundnachtgleiche
das Jahreskreisfest OSTARA ein (kirchl. das Osterfest).
Ursprünglich feierten unsere Ahnen damit den Neubeginn des Lebens,
den ewigen Kreislaufs der von Neuem begonnen hat, die Leichtigkeit des Seins, und sie segneten dabei alles Neue.
 
Mit dem Vollmondfest im Mai - BELTANE – Walpurgis –  ist die Göttin so zu sagen in der Pubertät angelangt,
der Tanz der Natur wird immer ekstatischer.
In der Maienzeit feierte man also die Zeit des Erblühens, der Sinnlichkeit, der heiligen Sexualität und Lebensfreude.
Die Göttin, nun eine junge Frau, vermählt sich mit dem jungen Sonnengott Baldur/Bellenos.
Es ist die Zeit der puren Freude, Wonne, Ekstase.
Die Natur spiegelt dies wider mit ihrem Überschwang an Blüten, sie trägt quasi ihr schönstes „Hochzeitsgewandt:
der Weißdorn ist in voller Blüte, ebenso wie der Holunder, der Waldmeister lädt uns zur Maibowle ein,
der Klee erstrahlt und verteilt sein Glück.
Dies wird alles untermalt durch das Summen der Bienen und Hummeln, und die Lockrufe des Kuckucks…
 
Das junge vergnügte Götterpaar wird schließlich erwachsen,
 die Frühlingsbraut ist schwanger und das Paar übernimmt Verantwortung für sich und dessen Früchte.
Wir sind bei der Sommersonnenwende – LITHA – angelangt.

Die Göttin wurde bei den nordischen Völkern als Urgöttin Freya  bezeichnet.
Freya heißt einfach „Herrin“, sie ist die Göttin in ihrer schönsten Gestalt voller Liebe, Freude und friedvoll.
Unser Wort „Frau“ kommt daher! Jede Frau ist die „Herrin auf dem Hof“.
Wenn man sich diesen Wortursprung bewusst macht,
so bekommt der Ausdruck „
die Hausfrau“ einen anderen Klang, er ist ein Ehrentitel:
die Frau als Zuständige für Gesundheit und Gedeihen auf dem Hof,
im Stall und im Haus, sie ist die
Heilkundige…“
(Wolf-Dieter Storl, Die Birke
)
 

Zurück zur Sommersonnwende

Der längste Tag und die kürzeste Nacht, gefolgt von 12 Tagen und Nächten,
an denen das drehende Jahresrad quasi still steht, ähnlich der ihr gegenüber liegenden Zeit, den Raunächten.
Sie ist also Freyas` Zeit, die Zeit der erwachsenen, verantwortungsbewussten Frau.
Sie ist aber ebenso die Zeit des längsten Tages und der kürzesten Nacht,
die Zeit des Lichtes, des Feuers, der Sonne (männlich, Baldur der Sonnengott).
Es ist also die Zeit des männlichen und des weiblichen Aspektes!
Das Paar aus Vater Himmel/Sonne/Baldur und Mutter Erde/Freya übernimmt nun nach der verspielten,
leichten Zeit des unbekümmerten Vergnügtseins
gemeinsam Verantwortung für ihr gezeugtes Leben,
für die Fülle und Früchte.
So soll uns die Zeit daran erinnern, dass wir in die Verantwortung kommen, für uns und unser Leben, aber auch für unser Tun bzw. Nicht-Tun. Die Zeit erinnert aber auch daran, dass das Weibliche und das Männliche Hand-in-Hand gehen,  eine harmonische Polarität also.
Yin und Yang ergänzen sich, gehören zusammen!

Mein persönliches Fazit zur Sommersonnwend-Zeit:
Es geht um Licht, (Lebens-)Feuer, Altes verbrennen und loslassen, Transformieren, Wendepunkt, 
(Eigen-)verantwortung, mit beiden Beinen fest im Leben stehen, Neues wagen, Tatkraft, Seinen-Lebensweg-finden/gehen, 
Verbundenheit, Anbindung an Mutter Erde und Vater Himmel, harmonische Polarität,  Ganzheit

  • und wo stehst du gerade?


Die Pflanzen ganz allgemein unterstützen uns bei der Anbindung an Erde und Himmel:
Durch ihre grobstoffliche Erscheinung mit Wurzeln, Stengel und Blüte
sind sie wie kein anderes Lebewesen mit Mutter Erde verwurzelt,
feinstofflich stehen ihre Blüten und Blätter in Ver-/Anbindung mit dem Sonnenlicht,
dem Mondlicht, der kosmischen Strahlung, dem Himmel. 
Durch ihren Stengel verbinden sie also Erde und Himmel.

Welche Pflanzen wollen uns aber besonders in der Sonnwendzeit unterstützten?

  •  die sog. Johanniskräuter: 

          das echte Johanniskraut (Hypericum), Arnika, Kamille, 
          Thymian/Quendel, Ringelblume, Holdunder- und        
           Lindenblüten, Schafgarbe, Rotklee, Ziest,          
          Gundermann   (W.-D. Storl)

  • feinstofflich v.a. die gelb blühenden Pflanzen

          echtes Johanniskraut, Königskerze, Ringelblume, Alant,
          Arnika, echtes Labkraut, Kamille;
          sie tragen die Kraft der Sonne in sich und wollen uns       
          auf feinstofflicher Ebene unterstützen, dass wir voller Lebensfreude, Selbstvertrauen und Tatkraft unseren   
          Lebensweg beschreiten. (Adelheid Brunner)
                         
Diese Pflanzen könnten nun beispielsweise gesammelt und getrocknet werden, um in der dunklen Jahreszeit als „erhellendes“ Rächerwerk zu dienen.

Wie es nach der Sonnwendzeit weitergeht mit der Göttin und dem Gott im Jahreskreis,
davon möcht ich euch erzählen zur "Zeit der Schnitterin" Ende Juli/Anfang August,
die Zeit, in der unsere Vorfahren das Mondfest LUGHNASAD feierten...


💓lichst, euere Barbara Schlosser

Digitalis purpurea


Zeitqualität im Zeichen der Urgöttin Freya
-Göttin des Glücks, der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Lebens und des Todes (gehört zum Leben!), der urweiblichen Weisheit

 

"Ich lebe in dir, in deiner Mitte, erinnerst du dich an mich?
Ich erinnere dich an dein Geheimnis, das tief in dir verborgen ist. Sei achtsam für das Unbekannte und Beängstigende in dir
(Deine
verdrängten, ungeliebten Aspekte).
Nimm es wichtig und
nimm es liebevoll an! Vergiss was andere dazu gesagt haben und sagen werden.
Lass die Rollen los, die nicht zu dir gehören, und fühle die Kraft, die dich sogleich belebt.
Ich helfe dir, Tag für Tag,
dir selbst treu zu bleiben, und verbinde dich mit deiner Quelle.
Bald wirst du fühlen, wie selbstverständlich dich diese
unerschöpfliche Lebensenergie trägt.
Im Einklang mit der Natur und dem Leben wirst du ungeahnte Freuden erleben!"

(Ursula Stumpf)

Beltane

"alles neu macht der Mai!"

Beltane

Beltane oder Walpurgis wird heutzutage in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert, früher wohl eher am ersten Mai-Vollmond.
Es ist schlichtweg das Fest des Lebens, der Liebe und Sinnlichkeit, der Fruchtbarkeit und Ekstase.
Der 1.Mai liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende.
Der keltischen Mythologie nach vermählt sich an Beltane die Pflanzen- und Blumengöttin Belisama (Dana, Flora), die jetzt im Mai ihr prächtigstes Vegetations- (= Hochzeits-)kleid trägt, mit dem Sonnengott Belenos (Bel, Bile, Baldur, Apollo), dargestellt als der Sonnenhirsch. Der Kuckuck läutet mit seinen Rufen die Vermählung ein, und kündigt gleichzeitig die angehende Wonnezeit an. 
Die helle, warme Jahreszeit tritt an, der Winter ist vertrieben. (Er hat nochmal ein kurzes Intermezzo Ende Mai mit den christlichen "Eisheiligen".)
Alles blüht, strahlt, ist fröhlich und feiert bis zur Ekstase. Beltane war ein berauschendes Fest, man tanzte und trank berauschende und bewusstseinserweiternde Gebräue, mit Bilsenkraut und Waldmeister versetzt.


Barbara Schlosser

Auch heute noch wird das Maienfest gefeiert.
Man stellt Maibäume auf, trinkt Bockbier und Maibowle, das ganze Dorf ist ausgelassen und fröhlich.
Der Maibaum symbolisiert die Vereinigung der göttlichen Braut (grüner Kranz) mit dem Sonnengott (Birken- oder Fichtenstamm).
So kann man die Beltane-Zeit auch für die Vereinigung von männlichen Energien und weiblichen Energien deuten, nicht nur auf sexueller Ebene. Das Einssein von Mutter Erde und Vater Sonne/Himmel.
Als Begegnen von Yin und Yang auf Seelenebene, auf Augenhöhe, also ein Zusammenfinden von männlicher und weiblicher Energie, jenseits vom Matriarchat und Patriarchat. 
Heilpflanzen die diese Qualität unterstützen wollen sind z.B. der Waldmeister und das Maiglöckchen (giftig! nicht verzehren). Sie können dir helfen, deinen inneren Mann und deine innere Frau (wir alle haben beide Energien in uns!) wieder in Harmonie zu bringen.